Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen im Patrizierforum. Falls dies Dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird Dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest Du Dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um Dich zu registrieren oder informiere Dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Du Dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst Du Dich hier anmelden.

1

Montag, 28. Juni 2010, 17:39

Vorwort des Handbuches

Hallihallo,

ich schreibe gerade am Vorwort für das Handbuch. Und da ja immer noch Wirtschaftskrise ist und die ganze Welt durch die Globalisierung dadurch betroffen ist, würde ich gerne auch etwas über die Hanse als eine frühe Form der Globalisierung schreiben. Leider bin da kein Experte.

Wer sich auskennt und Lust hat, kann gerne eine Idee oder einen Abschnitt beisteuern. Einfach hier ins Forum schreiben... aus allen, was ich am Ende habe, bastele ich dann einen Text aus einem Guss.

Gruß

Daniel

Falko

Forumtechniker

  • »Falko« ist männlich

Beiträge: 2 170

Dabei seit: 31. Dezember 2006

  • Private Nachricht senden

2

Montag, 28. Juni 2010, 18:29

RE: Vorwort des Handbuches

geo epoche "Das Mittelalter"
ISBN 978-3-570-19952-7
da ist auf seite 39 eine seite text der evtl. ne gute grundlage sein kann
ich wills nicht abtippen und hab in der naechsten zeit leider weder scanner noch digicam zur hand :(
Faengt an mit nem Vergleich EU - Hanse (Zollfreiheit,frier Kapital/Warenverkehr, Niederlassungsrecht,..) mit dem Punkt das die hanse (im Gegensatz zur EU :) ) "lean managment" betrieb (keine zentralmacht, bundesatzung,Etat,...)
dann kommt n kurzer geschichtlicher abriss zur hanse

Dr. Nodelescu

Kaffeekater

  • »Dr. Nodelescu« ist männlich

Beiträge: 812

Dabei seit: 30. März 2005

Wohnort: Heilbronn

  • Private Nachricht senden

3

Montag, 28. Juni 2010, 19:05

Ich würde in einen gut sortierten Bahnhofsbuchladen gehen, bevorzugt in Unistädten. Dort haben sie immer noch druckfrisch Spezialausgaben diverser Zeitschriften parat, die schon einige Jahre alt sind. Man findet bspw. auch noch fünf Jahre alte Uni-Rankings an den Bahnhöfen.

Ich würde dir unbedingt raten, nach einer Spiegel-Spezial-Ausgabe mit dem Thema Europa zu suchen. Du weißt schon, von der griechischen Antike bis hin zum Lissabonvertrag/ der europäischen Verfassung. Dort haben sie auch Artikel über die Hanse und auch die Fugger. Die Spiegelleute haben die Hansesache so untertitelt, als dass die Hanse doch so etwas wie die allerersten Global Player gewesen seien.

Schaut mal danach und lest den guten Mist fleißig durch!

Das tut wird euch gut tun, und uns allen anderen auch.
MCMXCIV - 28. IX.
Gedenket den Schiffbruchsopfern der Estonia!

In der Theorie ein Genie, in der Praxis eine Katastrophe!
Alle Stadtgrundrisse auf einer Seite!

fager

Kaufmann

Beiträge: 165

Dabei seit: 20. September 2009

  • Private Nachricht senden

4

Montag, 28. Juni 2010, 19:11

google books
http://books.google.de/

wäre vielleicht noch eine möglichkeit, obwohl da leider immer nur ausschnittsweise was angeboten wird. aber vielleicht reicht das ja.

Korven

Fernkaufmann

Beiträge: 304

Dabei seit: 16. September 2009

Wohnort: Biene + Blume = :P

  • Private Nachricht senden

5

Montag, 28. Juni 2010, 19:44

Willst du das dan auch mit den heutigen Organisationen Bsp.:
World Trade Organization (WTO)
oder der
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)
vergleichen oder nur über die Hanse?

Sowas wie,..

Im Mittelalter gründeten Kaufleute Vereinigungen , deren Ziel die Sicherheit der Überfahrt und die Vertretung gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen besonders im Ausland war.
Die Hanse war nicht nur auf wirtschaftlichen, sondern auch auf politischem und kulturellem Gebiet ein wichtiger Faktor.
In den Zeiten ihrer größten Ausdehnung waren beinahe 300 See- und Binnenstädte des nördlichen Europas in der Städtehanse zusammengeschlossen.
Sie stellte die erste große Handelsorganisation dar.

Über 500 Jahre später ,....

Naja ich bin auch kein Fachmann/Frau auf dem Gebiet,.. ?(
Defizit is, wat de hast, wenn de weniger hast, wie de hättst, wenn de nischt hast.

Magisthan

Kaufmann

  • »Magisthan« ist männlich

Beiträge: 201

Dabei seit: 14. September 2009

Wohnort: z.Zt. Wien

  • Private Nachricht senden

6

Dienstag, 29. Juni 2010, 15:02

Hallo Daniel,

hier mal mein Vorschlag für ein Vorwort:

Zitat

In der heutigen Zeit ist das Wort „Globalisierung“ in aller Munde, nur heute sprechen wir in diesem Zusammenhang von wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, welche die gesamte Welt umspannen. Dies alles gab es aber, wenn auch in anderer Form, schon viel früher, die Rede ist von der Zeit der Hanse.

Die Hanse war eine frühe Form einer global denkenden Wirtschaftsorganisation, gegründet von deutschen Kaufleuten Mitte des 12. Jahrhundert. In der Blütezeit umschloss diese fast 200 Städte ein und umfasste ein Einflussgebiet von der niederländischen Zuidersee im Westen bis zum baltischen Estland im Osten und vom schwedischen Visby im Norden bis zur Linie Köln-Erfurt-Breslau-Krakau im Süden.

Auf dem Höhepunkt der Hanse, etwa um 1250 bis 1400 wurde aus dem Städtebund eine mächtige Wirtschaftsmacht, die zu ihrer Durchsetzung von wirtschaftlichen Interessen Wirtschaftsblockaden gegen Königreiche und Fürstentümer verhängte und im Ausnahmefall sogar Kriege führte.

Dennoch lag das Hauptaugenmerk der Kaufleute auf dem Transport von Waren. Diese würden zumeist auf dem Seeweg über die Ost- und Nordsee transportiert. Der Erfolg gründete dabei auf dem Bau der „Kogge“, ein breit gebautes Schiff mit hohem Mast und viele Ladekapazität, mit welcher man Rohstoffe aus dem Osten in die Westeuropäischen Hansestädte brachte und umgekehrt Fertigwaren nach Ost- oder Südeuropa. Dabei waren die Kaufleute mutige Unternehmer, denn nicht selten verloren sie ihre Schiffe durch Raub und Unwetter.

Dass die Hanse eine globale Unternehmung nach heutigem Verständnis war sieht man daran, dass sie im Ausland zentrale Umschlagplätze, sogenannte „Kontore“ und kleiner Niederlassungen in halb Europa unterhielt. Als Beispiel ist hier der Peterhof in Nowgorod oder der Stalhof in London zu erwähnen.

Das Ende der Hanse begann in der Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts. Die Hansestädte wurden nach und nach den herrschenden Landesherren unterworfen und der Atlantikhandel nahm immer mehr zu. Die Hanse hatte die Zeichen der Zeit nicht erkannt, sich zu spät angepasst und die zunehmende Globalisierung unterschätzt, was unabwendbar zu ihrem Untergang führte.

by: Andreas Ochs
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe, nicht dafür was Du verstehst.

7

Dienstag, 29. Juni 2010, 18:46

"Die Hanse ist um das 12. Jahrhundert aus dem Zusammenschluss von Ost- und Nordseehändler entstanden. Sie war anfangs "nur" ein wirtschaftlicher Zusammenschluss. Nach heutigem Verständnis könnte man sagen, es war der Beginn der Globalisierung. Beschränkt allerdings auf die Wirtschaftsräume der Nord- und Ostsee. Mit zunehmender Bedeutung des Handels wuchs auch der politische Einfluss der Hanse, der sogar in Hansekriegen (Seekriege, Kaperungen, Blockaden) mündete. Der Erfolg begründete sich auf die Verknüpfung von Land- und Seewegen, so wie geschickter Verträge, die den Handelspartner suggerierten faire Bedingungen unter gleichberechtigten Partnern ausgehandelt zu haben. Da die Hanse aber nur bestehende Strukturen nutzte, wenig innovativ und die Zeichen der "Neuzeit" nicht erkannte, verlor sie mehr und mehr an Einfluss."

  • »Pieter van Alkmaar« ist männlich

Beiträge: 308

Dabei seit: 3. Dezember 2007

Wohnort: Saxonia magna

  • Private Nachricht senden

8

Mittwoch, 30. Juni 2010, 18:03

RE: Vorwort des Handbuches

Hm, so richtig nachvollziehen, was die "Deutsche Hanse" mit der heutigen sogenannten "Globalisierung" zutun haben soll, fällt mir schwer.

Nur weil vllt. kompetente Historiker, die aber von der Ökonomie und ihren Bewegungsgesetzen in den verschiedenen Zeit-Epochen der menschlichen Gesellschaft keine Ahnung haben, so etwas propagieren, heisst das noch lange nicht, dass man solche Schlagworte in Bezug auf die Hanse übernehmen muss.

Ich kann ja auch nicht die "Demokratie" im antiken Stadtstaat Athen mit der "Demokratie" in unseren westlichen Gesellschaften so ohne weiteres vergleichen.
Es sei denn, man bewegt sich auf dem Niveau von Banalitäten!!

Ich will ja hier keine Vorlesung der politischen Ökonomie des Kapitalismus/Feudalismus halten. :D

Aber eines ist doch klar, und wird durch die gegenwärtige Finanzkrise u.a. dokumentiert, dass die Globalisierung in der heutigen Zeit eine Globalisierung des "Turbo-Kapitalismus" ist, der sich gerade aufmacht, unsere Gesellschaften und deren materiellen Grundlagen nachhaltig zu zerstören!!

Das kann man von der Deutschen Hanse nicht sagen.Sie war in jeder Hinsicht, sowohl ökonomisch, politisch und kulturell, ihrer Zeit in Nordeuropa weit überlegen und hat weite Gebiete im Ost-und Nordseeraum zivilisatorischen Fortschritt gebracht.

Insofern reicht es völlig aus, ein hohes Lied auf die Hanse anzustimmen und die böse Neuzeit wegzulassen.

Gruss Pieter
____________________________________
"Geschichte wiederholt sich nicht.Es denn als Farce oder Tragödie".(K.Marx)

9

Donnerstag, 1. Juli 2010, 09:06

Danke für die Beiträge. Ich habe etwas im Internet herumgesucht, bin aber letztlich im Vorwort im Wesentlichen nur auf die Hanse an sich und das Spiel selbst eingegangen. Die "Globalisierung" habe ich nur leicht angeschnitten:

...Viele hundert Jahre lang, eine für heutige Verhältnisse in der globalen Wirtschaft unvorstellbar lange Zeit, spielte die Hanse für die deutsche und europäische Geschichte eine wesentliche Rolle und gilt für viele Historiker als eine Vorläuferin der heutigen Globalisierung, da sie entfernte Länder und Regionen wirtschaftlich an Zentraleuropa anschloss und dadurch miteinander gesellschaftlich verband...