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Gesil

Große weise Müllhalde

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Dienstag, 19. Juni 2007, 21:17

Türkisch auf der Standardkarte

Ich verfasse hier ein paar Beiträge zu meinem Spiel auf der Standardkarte, deren Jahresspielstände (und auf Anfrage auch die Monatsspielstände) ich euch hier zum Download anbiete.

Ich verfasse zu jedem Spielstand auch einen Kommentar; wer darüber diskutieren möchte, soll bitte den Thread im Bereich "Allgemeines" verwenden. Dieser Thread hier ist nur als Doku + Downloadarchiv gedacht und daher für Posts gesperrt. ;)

Wer keine Lust hat, sich durch das Blabla zu schmökern, kann die Saves auch gleich hier downloaden:
Save vom 01.01.1301
Save vom 01.01.1302
Save vom 01.01.1303
Save vom 01.01.1304
Save vom 01.01.1305
Save vom 01.01.1306
Save vom 01.01.1307
Save vom 01.01.1308
Save vom 01.01.1309
Save vom 01.01.1310

Aber nun zum Thema:

Türkisch auf der Standardkarte

Vor dem Start

Ich hatte an den Contesti von 2004 (Platz 3) und 2005 (Platz 2) teilgenommen und wollte danach ein paar Monate nichts mehr von Patrizier 2 wissen. Aber ein tolles Spiel macht einfach rückfällig (und ein tolles Forum verstärkt das noch), und so habe ich mich im Frühjahr 2006 entschlossen, auf der Standard-Karte zu spielen. Und zwar unter weitgehender Anwendung des „türkischen Baurechts“, also Vermeidung von Straßen, die wertvollen Bauplatz belegen.

Das ist nicht nur eine bautechnische Herausforderung, sondern vor allem eine logistische. Zuerst stellt sich einmal die Frage, wie viele Einwohner die voll ausgebaute Karte denn nun haben wird. Der bisherige Einwohnerrekord stammt vom begnadeten Che Fugger und beträgt 1,081 Millionen Hanseaten. Aber dieser Rekord stammt aus einer Zeit (2003), als die Sechserblock-Bauweise noch das Nonplusultra aller Dinge war. Dennoch ist sein Save eine der wichtigsten Grundlagen für meine Hochrechnungen. Die anderen sind mein eigenes Contest-Save von 2005 sowie jenes von Ugh! (ebenfalls einer der begnadetsten Spieler die es gibt).

Ich komme bei meinen Prognosen auf eine Einwohnerzahl (abhängig von den mir angebotenen Stadtgrundrissen für die beiden Niederlassungen) von 1,4 Mio bis 1,45 Mio. Also setze ich es mir zum Ziel, in der Zeit bis 1310 – 1315 so nahe wie möglich an die 1,5 Mio. Ew. zu kommen. Erreichen werde ich das wohl ziemlich sicher nicht, aber in die Nähe kommen möchte ich schon.

Um diese Einwohnerzahl zu erreichen, muss die Hanse überwiegend aus Armen bestehen. Denn in den Fachwerkhäusern haben 280 Menschen Platz, in Giebelhäusern nur 140 und ihn Kaufmannshäusern gar nur 80. Das bringt aber das Problem mit, dass man mit einer verarmten Hanse keine Gewinne macht und sich die Expansion womöglich nicht finanzieren lässt.

Außerdem verbrauchen Arme Unmengen an Getreide, Bier, Fisch und Holz – also müssen auch die Konvois zur Versorgung entsprechend groß sein. Mit dem Tool von Brasileiro rechne ich mir also aus, was für die Versorgung von 1,4 – 1,5 Millionen vorwiegend armen Menschen an Betrieben notwendig ist. Es werden über 1.000 Getreidefarmen sein, dafür sind aber 150 Jagdhütten bzw. Weingüter ausreichend.

Wie soll man diese 24 Städte (mit den noch unbekannten Standorten für die Niederlassungen sogar 26) aber versorgen? Nach tagelangem Tüfteln habe ich mich dann für folgendes Transportmodell entschlossen: Es wird ein Zentrallager geben, und zwar Rostock (weil es dort Getreide, Hanf und Ziegel gibt; da es das ZL ist, wird also immer genug Holz vorhanden sein, und die Summe aller Entfernungen zu allen anderen Städten wird sehr niedrig sein). Aber in den ersten beiden Jahren werde ich wohl oder übel noch ein Regionallager in der Nordsee aufbauen müssen.

Damit die Waren möglichst schnell und effektiv ausgetauscht werden, habe ich mich entschlossen, für die mittleren und weiten Entfernungen Konvois zu verwenden, die ausschließlich aus Kraiern bestehen (da diese am schnellsten sind). Für die sehr nahe gelegenen Städte verwende ich einen Mischmasch aus Holks und Schniggen. Koggen werden überhaupt nicht für die Versorgung eingesetzt, sondern lediglich für die Piratenabwehr bzw Piratenbekämpfung sowie als Auslieger, falls notwendig.

Nachdem ausgetüftelt ist, wie viele Betriebe von jeder Sorte in welcher Stadt stehen sollen, geht es an den Start. Wer das nachstellen möchte, kann sich das Startsave auch herunter laden.

Leo - Startsave

Ausgangslage per 10.05.1300:

EW: 34.817
UW: 70.133, davon 30.000 in bar
Schiffe: 2


Edit: ups, ich habe vergessen zu erwähnen, dass in diesem Spiel kein einziges weißes Schiff geentert oder geplündert werden darf. Selbstverständlich gilt das auch für die Städte! :D

Edit: Formatierung geändert

Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von »Gesil« (12. Juli 2007, 12:49)


Gesil

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Dienstag, 19. Juni 2007, 22:07

1300 - das Startjahr

Gleich zu Beginn wird alles auf ein Zentrallager in Rostock ausgerichtet. In der Expansionsphase (1 bis 1½ Jahre) wird es aber nicht erspart bleiben, ein Regionallager in der Nordsee einzurichten. Aufgrund seiner Lage und Produktionsmöglichkeiten erscheint mir Groningen ideal.

Es gibt vom Start weg 1 Kraier und 1 Schnigge. Der Kraier geht sofort auf Piratenjagd, die Schnigge soll mittels Handel dafür sorgen, dass ich erstens rasch an möglichst viele gewinnträchtige Waren komme, und zweitens die Karriereleiter rasch hoch klettern werden.

Nachdem gleich beim Start ein Kapitän in Rostock sitzt, wird der Kraier damit bestückt, kauft die 4 Entermesser, stückt alles an Matrosen auf, was sich anheuern lässt, und segelt zur ersten Stadt, in der ein Kneipenauftrag Aussicht auf ein Piratenschiff verspricht. Die Schnigge hingegen schippert herum, um Waren einzukaufen.

Und so wächst gleich zu Beginn die bescheidene Flotte nach und nach um ein Piratenschiff nach dem anderen. Greift ein Kraier oder eine Schnigge an, wird sie unbeschädigt (bzw. ohne dass ich auf sie schieße) geentert. Holke muss ich natürlich ordentlich runter schießen, da sie von der Mannschaftszahl her absolut überlegen sind. Wenn Piratenkraier erobert werden, werden sie rasch mit Kapitänen bestückt und gehen ebenfalls auf Piratenjagd. Entermesser werden in der Heimatstadt zwar mangels Eisenwaren kaum hergestellt, aber die finden sich ja als Kriegsbeute auf den eroberten Schiffen. Ziemlich rasch wird die Zahl der Piratenfänger auf 5-6 ansteigen.

Die erbeuteten Schiffe steuern zunächst mit ihrem Okkupanten in eine Zielstadt, verschieben dann alle Matrosen auf das Kampfschiff, dafür wechselt der Kapitän auf das ehemalige Piratenschiff. Danach wird aus der Kneipe mit Matrosen auf die Mindestbesatzung aufgestockt und der Kapitän retour geschickt. Das hat den Vorteil, dass die Schiffe sofort mit einer glücklichen Besatzung ausgestattet sind und umgehend in See stechen können.

In den ersten Wochen werden gleich die 3 möglichen Darlehen aufgenommen sowie der Gilde in Rostock beigetreten. Zum ersten Monatswechsel (01.06.1300) erfolgt der gesellschaftliche Aufstieg zum Händler, und es klopft ein Werber an die Tür. Sein Angebot wird angenommen, und Mitte Juni wird geheiratet. Da meine Schiffe inzwischen fleißig waren, gibt es genug Waren, um aus der Hochzeit ein berauschendes Fest zu machen. Als Mitgift gibt es eine Kogge, die ausgesprochen willkommen ist bei der Eroberung von Piratenschiffen.

Mit dem Aufstieg zum Händler werden auch 2 Arbitrageschiffe eingesetzt, die durch den Einkaufsbonus der Stufe-4-Kapitäne Bargeld aus dem Nichts zaubern. Damit ist auch ein Ansehensgewinn ohnegleichen verbunden; bereits Mitte Juni 1300 sehen mich alle Bevölkerungsschichten als Bürgermeister an. Die Wahl ist aber erst in 9 Monaten……

Das erste Piratennest ist – wie erwartet – am 01.06. aktiv geworden und hat einen Kraier entsandt. Der nach wenigen Seemeilen in meine Flotte einverleibt wurde. Ende Juni kam dann die erste Kogge aus dem Nest. Ab diesem Zeitpunkt besitze ich bereits 2 Koggen. Jeweils 1 Kogge und 1 Kraier werden zu einem Konvoi zusammengeschlossen, um die Piratenjagd zu optimieren. Nun können sowohl Patrouillen angenommen, als auch Eskorten und Flüchtige bedenkenlos befördert werden. Denn greift ein Kraier an, erobert ihn mein Kraier; kommt ein Holk, wird er von der Kogge unbeschädigt geentert.

Um rasch ein ZL-System einzuführen, muss natürlich auch die Werft aufgepäppelt werden. Dazu wird Mitte Juni eine Schnigge in Auftrag gegeben. Schon eine Woche später ist die Reparaturzeit deutlich gesunken, 1 Monat später ist die Schnigge fertig. Ab jetzt wird hier verstärkt repariert, um die Werft noch schneller aufzupushen.

Im Juni wird das zweite Kontor in Lübeck gegründet, Anfang Juli kommt Groningen hinzu. Das Bargeld ist beachtlich hoch, darf aber nicht zu euphorisch investiert werden. Denn mit jedem Betrieb oder Kontor verschwindet Geld, das sonst für den Wareneinkauf verwendet werden könnte. Dafür wird die Wochenabrechnung immer höher. Das System könnte jetzt leicht kippen, wenn zu rasch investiert wird.

Es stellt sich auch die Frage ob es sinnvoller ist, neue Kontore zu gründen oder stattdessen die Baustoffindustrie hochzuziehen. Denn Expansion geht nur dann rasch, wenn man genug Ziegel besitzt. Und Holz, die wichtigste Ware, die es im Spiel gibt. Hier muss immer sorgfältig nachgedacht werden, was gescheiter ist.

Anfang Juni werden die ersten Autorouten eingerichtet. Natürlich nur zu ausgewählten Städten, mit nicht einmal 20 Schiffen ist noch nicht viel zu machen. Aber sobald ein Schiff erobert und ein Kapitän gefunden ist, kann eine neue Stadt an das System angeschlossen werden.

Durch vorsichtige Expansion bleibt der Bargeldbestand immer im schwarzen Bereich. Wenn in dieser Phase etwas stören würde, dann rote Zahlen nach der Abrechnung. Gelegentlich wäre es zu dieser Zeit möglich gewesen, wo ein Kontor zu setzen, aber ich habe das nur dann in die Tat umgesetzt, wenn es wirklich absolut leistbar war. Daher wurden die letzten Kontore auch erst im Herbst gesetzt.

Eine kritische Phase ist es auch, wenn die Kontore fertig gestellt sind. Dann wird üblicher Weise gleich ein Verwalter eingestellt. Da sich noch keine Waren im Kontor befinden, wird er im ersten Schritt nur einkaufen. Je nach Warenangebot kann das recht teuer werden, wenn z.B. auf einen Schlag 20 Felle und 40 Eisenwaren gekauft werden. Genau dafür war der Bargeldpolster gedacht, und er entpuppte sich als goldrichtige Entscheidung.

Außerdem konnte ich mir so Anfang September die erste Expedition leisten, die fast 400 Fass Keramik in den Hanseraum brachte. Ab dieser Zeit (viele Städte sind regelmäßig versorgt, die Mehrzahl aller Kontore gesetzt, pro Monat kommen 10-15 Schiffe neu dazu) sprudeln die Gewinne und müssen sinnvoll investiert werden. Obwohl die Bauindustrie noch in den Kinderschuhen steckt, müssen schon die ersten Grundversorgungsbetriebe gesetzt werden (Werkstätten, Schaffarmen, Getreidehöfe, Brauereien und vor allem Hanfhöfe). Nach und nach, aber unbedingt. Sonst besteht der Winter in einem einzigen Hinterherlaufen der benötigten Produktionen. Aber so weit sind wir noch nicht.

Wichtig ist auch, dass die Werften bald ordentlich Schiffe bauen. Dazu muss man sie optimal ausbauen. Am besten beginnt man damit, eine Schnigge produzieren zu lassen. Dadurch reduziert sich die Baudauer bzw. Reparaturdauer der Schiffe sehr rasch. Ist die Ausgangssituation in einer Werft zu Spielbeginn:

70 Tage für eine Schnigge mit 15 Last
106 Tage für einen Kraier mit 28 Last und
154 Tage für eine Kogge mit 45 Last,

schmilzt das mit nur einer gebauten Schnigge auf 54 / 77 / 106 Tage. Ein weiteres Schiff in Auftrag senkt das noch weiter auf 44 / 59 / 78, wodurch sich auch die Reparaturzeiten ordentlich verkürzen. Daher werden nach Aufpäppeln einer Werft nach dem Bau eines Schiffes in einer neuen Werft danach alle erbeuteten Piratenschiffe dort repariert. Dadurch wird nämlich das Angebot an Schiffstypen verbessert. Je mehr Reparaturen, desto größer wird der Laderaum pro Schiffstyp. Ca. 2-3 Monate nach Beginn der Reparaturtätigkeiten können dort Holke erzeugt werden.

Ich errichte vorzugsweise Kraier, da die mit Abstand am schnellsten sind. Sie werden in den Flussstädten sowie in den weiter entfernten Städten eingesetzt – und zwar ohne „Reparaturschnigge“, das würde alles nur bremsen. In den nahe gelegenen Städten sollten ursprünglich nur Koggen verkehren, im mittleren Bereich Holke. Die Schniggen werden an Koggen- oder Holkkonvois angehängt oder in einem schwimmenden Lager geparkt (und zwar ohne Matrosen an Bord). Aber da die Piraten sehr feige sind und sich nicht aus den Nestern wagen, wird das bald geändert; auch für Kurzstrecken werden bald Holke + Schniggen eingesetzt.

Da die weit entfernten Städte nur in großen Zeitintervallen angesteuert werden, müssen dort relativ bald Kraierkonvois eingesetzt werden. Daher müssen immer wieder ehemalige Piratenkraier auf Stufe 3 ausgebaut werden. Außerdem ist es ganz wichtig, die Werft in Edinburgh aufzubauen, denn sie ist anscheinend der Maßstab für die Piratenschiffe, die angreifen. Will man welche mit großem Lagerraum, muss dort viel repariert werden. Ab August werden daher in Edinburgh alle eroberten Schniggen repariert und alle benötigten Kraier ausgebaut (damit das Reparieren schneller geht). Es dauert bis Ende Dezember, bis dies Früchte trägt und mir Piratenschiffe der 2. Größenkategorie liefert (16er Schniggen und 26er Kraier; die 32er Koggen und 45er Holks lassen noch bis Anfang 1301 auf sich warten).

Im Laufe des Spätsommers / Herbstes werden nach und nach alle weiter entfernten Kontore gegründet und die Versorgung umgestellt. Eine normale Autoroute sieht zu beginn so aus, dass in der Zielstadt nur ver-/eingekauft wird. Sobald aber das Kontor fertig gebaut und ein KV eingestellt ist, wird das Versorgungsschiff zu einem Konvoi vergrößert. Außerdem kommt in der Zielstadt ein zweiter Stopp dazu; so werden alle Waren vom KV ver- bzw. eingekauft, die benötigten Waren vom Konvoi geliefert und die nicht verbrauchten bzw. eingekauften/produzierten Waren wieder abtransportiert.

Das bindet jede Menge Kapital und Schiffe. Aber dank fleißiger Annahme von Kneipenaufträgen sowie monopolartiger Vormachtstellung im Handel ist beides ausreichend da.

Ab Herbst steigt das Bargeld rasant an; obwohl die Abrechnung bereits hoch im fünfstelligen Bereich ist, bleibt in jeder Abrechnungsperiode ein sechsstelliger Betrag übrig – und das abseits aller Bautätigkeiten.

Dadurch wurde es möglich, einige Hundert Fass Keramik und Tuch aus dem Mittelmeer zu importieren. Sobald man Geld für Expeditionen übrig hat, sprudeln die Gewinne ganz automatisch, da bei diesen Waren enorme Gewinnspannen drauf sind. So verkaufe ich Keramik und Wein um gut 100%, Tuch um ca. 130-140% teurer als ich im MM dafür bezahle.

Ende Oktober vergebe ich die ersten kurzläufigen Darlehen. Nach und nach steigere ich das Fälligkeitsdatum der Darlehen, wobei vor allem jene mit kürzester Laufzeit bevorzugt vergeben werden. Optimaler Zeitpunkt für die Darlehensvergabe ist nach der Abrechnung, und zwar so weit, dass danach noch etwa 100.000 GS für Eventualitäten verfügbar sind.

Ebenfalls im Herbst werden die ersten nicht Baustoff produzierenden Betriebe gesetzt. Das sind natürlich zuallererst Eisenschmelzen, Getreide- Hanf- und Viehhöfe, Brauereien sowie Fischer/Walfänger und Schaffarmen. Der Rest ist vorerst nicht so wichtig, Imker vielleicht ausgenommen.

Da ich nicht möchte, dass mir die KI mehr Baufläche verschandelt als notwendig, notiere ich ab Spätherbst, wann wo welcher KI-Betrieb fertig wird – um ihn kurz davor abzureißen. Bekanntlich setzt die KI so gut wie nie mehr als 1 Betrieb von einem Produktionszweig, sondern erst dann wieder, wenn dieser Betrieb fertig gestellt ist, und noch immer ein Mangel vorherrscht.

Der Herbst ist geprägt damit, die letzten Kontore zu errichten sowie Konvois für diese Kontore zusammen zu stellen. Aufgrund der langen Fahrtzeiten zu den entlegenen Städten werden dort nur Kraier eingesetzt; im Nahbereich verwende ich Holks. Koggen werden vorläufig überhaupt nicht eingesetzt; das fällt mir sehr leicht, denn die Piraten lassen mich arg im Stich; war ab 1. Juni das Piratennest Windau aktiv, stellte es Ende Juni jegliche Tätigkeit bis Anfang Januar ein.

Aber zum Glück gibt es ja auch noch die Kneipenaufträge, die mir helfen und bis Jahreswechsel ca. 100 Schiffe liefern. Das wird durch ca. ein Dutzend selbst gebaute Schiffe abgerundet.

Bis Dezember stelle ich dann auch noch die letzten Konvois auf Autoroute um (der letzte Anfang Januar, da davor einige manuelle Eingriffe im Lagerbestand von Novgorod notwendig waren). Das bindet sehr viele Schiffe und auch Waren, denn es wird natürlich mehr angeliefert als vorher. War bei den ersten Autorouten nur ein Stopp pro Zielstadt eingebaut (kaufen und verkaufen von Waren), sind es ab jetzt 2 (benötigte, übrig gebliebene Waren einladen, dann benötigte Waren ausladen sowie Eigenproduktion einladen). Und es muss so viel von allen benötigten Waren geliefert werden, dass die Stadt damit bis zum nächsten Besuch des Konvois durchkommt.

Natürlich sind diese Waren nicht da. Das geht in diesem Spielabschnitt kaum. Außerdem habe ich großen Wert auf eine rasche Expansion gelegt. Zum Jahreswechsel 1300/01 habe ich nicht ganz 120 Betriebe; 40% davon sind Ziegeleien, 30% Sägewerke und fast 10% Pechkocher. Für die normale Versorgung bleibt da so gut wie nichts übrig, aber ich habe genug Baumaterial, um dem Bedarf „hinterher zu bauen“.

Außerdem sollten die vergebenen Darlehen die Engpässe bei Getreide, Fisch und Bier lindern. Aber die Zahlungsmoral der Hanseaten ist phänomenal; bis 1. Januar werden 12 Darlehen pünktlich zurückgezahlt, es gibt keinen einzigen Anlass zur Pfändung. Dabei habe ich alle Darlehen zum Höchstzinssatz vergeben.


Zwischenstand 01.01.1301:

EW: 60.000
UW: 7,8 Mio. GS, davon 0,4 Mio. Bargeld
Schiffe: 113
Betriebe: 121


Und hier das Save vom 01.01.1301

Edit: Formatierung geändert.
Edit: Link angepasst

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Gesil« (20. Juni 2007, 21:34)


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Mittwoch, 20. Juni 2007, 15:45

1301 - Expansions- und Aufbauphase

Zum Jahreswechsel sind alle Bargeldknappheiten längst in Vergessenheit geraten. Ich komme nicht mehr nach, das Bargeld sinnvoll auszugeben. Daher vergebe ich Anfang 1301 auch Darlehen mit mehr als 4 Monaten Laufzeit, importiere deutlich über Bedarf und trete nach und nach den Gilden bei.

Normalerweise würde so ein Gildenbeitritt den Vorteil bringen, dass man ein paar Wochen später in dieser Stadt Ratsherr wird und Anträge stellen kann, z.B. zur Erweiterung der Stadtmauern. Aber da sowieso zu wenige Ziegel und Eisenwaren da sind, bringt das kaum etwas. Doch das wird sich 1301 bald ändern. Lübeck hat noch im Dezember 1300 von selbst mit der Mauererweiterung begonnen, Rostock auf meinen Antrag hin bereits ab September 1300. Nun, weit sind sie nicht gekommen, bei dem Ziegelmangel – bzw. meinem Expansionsdrang. Gerade mal 15 Mauerteile und ein Stadttor – aber besser als ein Kaufmannshaus der Stadt…..

Am 18.Februar 1301 werde ich zum Bürgermeister von Rostock gewählt. Mit eindeutigem Ergebnis: 69 von 119 Stimmen, das ist die Absolute! Ich greife jedoch nicht in die Stadtkasse ein, für mich ist sie lediglich ein Parkplatz für überschüssiges Geld. Eine Woche später nehme ich den Auftrag zur Gründung von Pernau an (Fisch, Getreide, Holz), da die Vorschau zeigt, dass mein einziges Piratennest Windau mehrere Monate lang keinen Piraten entsenden wird. Dadurch ist der EM-Titel im laufenden Jahr utopisch geworden, eine NL wird erst nach 6 Monaten anerkannt, die Wahlen sind aber schon Anfang August. Na ja, einen eventuellen Boykott oder eine Blockade kann ich auch mit Bestechungen abwenden.

Den ganzen Winter über sind die Pfändungen weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Zum Frühlingsbeginn habe ich in fast keiner Stadt Getreide oder Fisch; dementsprechend mies ist die Stimmung unter der Bevölkerung. In einigen Städten bin ich mit Abwanderung konfrontiert, aber sie hält sich in Grenzen. So ist auch im Februar ein Bevölkerungszuwachs von 2500 zu verbuchen, aber im März muss ich aufpassen, dass keine Hungersnot ausbricht. Zum Glück spielen ab jetzt die Pfändungen mit.

Im Frühling gilt es, die Grundversorgung mit den wichtigsten Waren sicher zu stellen. Daher werden erst einmal eine Menge Getreide- und Hanffarmen, Fischer, Walfänger und auch Imker gesetzt. Der Aufbau der Baustoffindustrie wird allerdings nur kurz unterbrochen, denn ab Mitte April beginnen die Städte nach und nach, die Stadtmauern zu erweitern. Das braucht natürlich wieder Dutzende zusätzliche Ziegeleien.

Zum Glück ist die Gewinnsituation unverändert positiv. Daher kann ich regelmäßig alle Darlehen mit Laufzeit bis ca. 20 Wochen vergeben, und es bleibt noch genug übrig, um die benötigten Expeditionen durchzuführen. Allerdings muss ich mir das Bargeld (noch) gut einteilen, damit ich nie in die Miesen komme; das würde mich deutlich in meiner Investitions- und Expansionsstrategie bremsen.

Allmählich muss ich mich auch um den Landesfürsten kümmern, denn ohne Verkäufe an ihn hätte er Anfang Mai Rostock angegriffen. Zum Glück hatte ich je 100 Getreide und Salz zu viel.

Der Sommer 1301 ist geprägt vom Mauerbau. Es werden nur noch relativ wenige Betriebe gesetzt, die verfügbaren Baumaterialien wandern in die Mauer-Erweiterungen von London, Brügge, Groningen, Ripen, Lübeck, Rostock, Oslo, Aalborg, Malmö und Novgorod. Mit dieser handverlesenen Auswahl habe ich einmal die wichtigsten Baustoff-Städte sowie mit London eine wichtige Versorgerstadt, die ich nach Vollendung der zweiten Stadtmauer ordentlich ausbauen kann.

Da ich großen Wert darauf lege, die Städte äußerst Platz sparend auszubauen, müssen ohnehin ca. 80% aller Betriebe und Häuser wieder abgerissen werden, wenn die Mauern ausgedehnt sind. Daher wird jetzt lieber langsam gewachsen, um später umso mehr Gas geben zu können. Erfahrungsgemäß verschlingt die „türkische Bauweise“ gigantische Mengen an Baumaterial, und die dafür notwendigen Betriebe müssen erst einmal errichtet, und die darin beschäftigten Menschen versorgt werden.

Die KI beginnt immer stärker, meine Bauvorhaben zu sabotieren. Durch den Mauerbau kann ich es mir absolut nicht leisten, schon jetzt Giebel- und Kaufmannshäuser zu bauen. Also macht das die KI, und zwar bevorzugt genau dort, wo sie damit die geplanten Strukturen am meisten zerstören kann. Mehrmals bin ich versucht daran zu glauben, dass dafür extra ein Unterprogramm entworfen wurde – doch das entstammt wohl eher meiner wütend-enttäuschten Fantasie.

Die Versorgung wird im Sommer 01 so gewählt, dass von allen Grundversorgungswaren (Bier, Getreide, Fisch, Salz, Tran, Wolle) ausreichend da ist bzw. von Honig, Hanf und Getreide auch Vorräte für den Winter angehäuft werden. Eisenwaren werden natürlich immer knapper (bis die Mauer in Lübeck fertig ist), Fleisch/Leder und Felle weitestgehend vernachlässigt, und Gewürze (nur in den Hansestädten!), Keramik, Tuch und Wein importiert.

Die Städte können schon mit vielen Waren lückenlos versorgt werden. Von den wichtigen machen nur Eisenwaren und Bier Probleme. Aber das Wichtigste ist, dass die Rohstoffe sowie Getreide und Fisch reichlich da sind, und das kann ich gewährleisten. Natürlich muss ich dazu fleißig Piraten jagen und den Schiffsbau weiter forcieren.

Die Werften London, Brügge, Lübeck, Rostock und Stettin laufen Mitte des Sommers schon auf Hochtouren, Hamburg und Danzig werden als nächstes ausgebaut, und danach kommen immer je eine Stadt in der Nord- und eine in der Ostsee dran. Der Werftausbau funktioniert so, dass ich zuerst 2 Kraier in Auftrag gebe; während der zweite gefertigt wird, schicke ich alle reparaturbedürftigen Schiffe (die nicht in Versorgungskonvois auf Autoroute laufen) in diese Städte. Durch Schiffsbau verkürzt sich die Reparaturdauer, durch Reparaturen steigt der Laderaum der Schiffe.

Während des Sommers wird die Bargeldsituation immer bequemer. Anfangs musste ich noch gut einteilen, ob ich mich für eine Expedition oder die Vergabe von kurz- und mittelfristigen Darlehen entscheide; gegen Ende des Sommers ist die Vergabe aller Darlehen plus Expeditionen nach der Wochenabrechnung möglich. Allerdings muss ich mir schon gewisse Reserven für die ersten Mauererweiterungen bilden, damit dann nichts ins Stocken gerät.

Im Spätsommer und Herbst habe ich das Bevölkerungswachstum stark zurückgeschraubt. Es wurden nur noch die absolut notwendigen Betriebe sowie einige Ziegeleien und vor allem Wohnhäuser errichtet. Die KI baut mit ihren Häusern immer wieder genau dort, wo sie nicht soll; daher diese Taktik.

Die Ziegel fließen verstärkt in den Mauerbau; in 10 Städten ist die erste Mauererweiterung abgeschlossen. 6 Werften sind fertig aufgepäppelt, 3 weitere im Aufbau; alle davon produzieren unter Volldampf Kraier. Die 2. Niederlassung Stavanger (Fisch, Holz, Honig) ist weit fortgeschritten, die Anerkennung hat aber theoretisch bis Anfang August Zeit (EM-Wahlen).

Die Piraten sind nach wie vor sehr enttäuschend. 1301 ist gerade einmal eine einzige Kogge aus dem Piratennest Windau entwichen. Gut dass es die Kneipenaufträge gibt; die Piratenschiffe sind jetzt schon auf der vorletzten Ausbaustufe (also 34er Kraier und 65er Holks; Schniggen jage ich nicht).

Darlehen werden seit Herbst nach jeder Abrechnung in vollem Umfang (Höchstzins) vergeben. Da ich auch noch fleißig importiere, sind nach der Abrechnung (plus Darlehensvergabe plus Importe) nur noch wenige Hunderttausend GS in der Schatzkammer. Die Abrechnung beläuft sich beinahe schon auf eine Million GS.

Seltsamer Weise ist bisher nur ein einziges Mal ein Stadtangriff erfolgt (Wilde Horden). Genau so verwunderlich ist, dass ich noch keinerlei Anklagen von der Konkurrenz bekommen habe (unzüchtiges Treiben, runde Erde,…).

Zwischenstand: 01.01.1302

EW: 106.000
UW: 35,4 Mio. GS, davon 0,13 Mio. in bar (kurz nach Abrechnung)
Schiffe: 410
Betriebe: 515 – davon ca. 34% Ziegeleien und 13% Sägewerke


In 10 Städten ist die erste Mauererweiterung bereits abgeschlossen, die NL Pernau ist anerkannt und Stavanger in Aufbau begriffen.

Und hier das Save vom 01.01.1302

p.s.: Wer sich fragt, wie man bei so einem doch relativ rasanten Spieltempo die Übersicht behält, kann sich gerne das beigefügte Excel ansehen. Ich habe ein schlichtes Gemüt, und genauso einfach ist auch das Excel gehalten. Es ist IMO selbsterklärend - zumindest für Leute, die schon mit Excel gearbeitet haben. ;)

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Gesil« (20. Juni 2007, 21:36)


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Donnerstag, 21. Juni 2007, 20:44

1302 - Aufbauphase

Die Grundversorgung mit Getreide, Fisch, Holz und Salz ist auch über den Winter hinweg kein Problem; mit Bier muss ich noch sorgfältiger umgehen (die weit entfernten Städten bekommen nicht immer die volle Menge). Auch andere Waren sind reichlich da (Hanf, Tran, Honig, Erz, Pech sowie die Importwaren Gewürze, Keramik, Tuch und Wein. Eisenwaren sind natürlich noch sehr knapp, Felle und Wolle ebenfalls, und von Fleisch und Leder gibt es nur homöopathischen Dosierungen. Dennoch sind die meisten Städte zufrieden, Abwanderungen gibt es immer nur für sehr kurze Zeit. Mit ein Grund ist vermutlich auch, dass ich seit Sommer 1301 in allen Städten auf 100% Brunnendeckung achte. Straßen und andere öffentliche Gebäude wurden noch nicht errichtet und auch keine Kirchen erweitert.

Das erste Quartal 1302 steht ganz im Zeichen des Mauerbaus unter gleichzeitiger Unterdrückung der KI-Betriebsbauten. Das Bevölkerungswachstum bleibt sehr gering. Leider müssen immer mehr Giebel- und auch Kaufmannshäuser errichtet werden.
Inzwischen ist die Zeit reif geworden, das Versorgungssystem auf nur ein zentrales Lager einzurichten. Darum steht das zweite Quartal ganz im Zeichen der Auflösung des Regionallagers Groningen. Das passierte wie folgt:

Ausgangslage: Die Städte Scarborough, London. Brügge, Köln, Bremen, Hamburg und Ripen wurden von Groningen aus versorgt, alle anderen Städte von Rostock.

In der Zeit bis Mitte April 1302 habe ich fleißig Kraier gesammelt / gebaut und im ZL Rostock gehortet. Nachdem nun eine vertretbar große Anzahl davon vorhanden war, habe ich sie in die künftigen Zielstädte geschickt; und zwar so, dass – je nach Entfernung bzw. erwartetem Frachtvolumen – 4.500 bis 6.000 Fass befördert werden können. Die im Laufe der Zeit eroberten orlogfähigen Kraier wurden ebenfalls dorthin geschickt, und schließlich mit den Begleitschiffen zu Konvois zusammen geschaltet. Vorerst blieben sie im Zielhafen vor Anker.

Danach wurden die größten Überschüsse des Regionallagers Groningen mit den frei verfügbaren Konvois ins ZL geschafft. Dazu habe ich die beiden „normalen“ Ausgleichskonvois sowie die 3 regulären MM-Importkonvois, einen Ersatz-Importkonvoi und den bisher als Baukonvoi verwendeten künftigen Stavanger-Konvoi verwendet. Als in Groningen nur noch geringe Lagerbestände vorhanden waren, habe ich dann die eigentliche Umstellung vorgenommen.

Das passierte so: Ein Konvoi kommt in seine Zielstadt (z.B. Scarborough) und wird dort angehalten und vollständig entladen. Dann wechselt der Kapitän auf den neuen Konvoi (der nur aus Kraiern besteht, wegen der schnelleren Reisegeschwindigkeit) und schafft alle in der Stadt produzierten Waren nach Rostock. Auf dem Weg dorthin wird die Autoroute umprogrammiert (es muss danach das doppelt- bis vierfache transportiert werden). In Rostock angekommen wird der Konvoi entladen und die Autoroute aktiviert. London und Köln, die schon vorher mit Kraiern angefahren wurden, haben lediglich ein paar Schiffe mehr bekommen, sowie die Anpassung der Autoroute.


Selbstverständlich mussten eine Handvoll manueller Korrekturen erfolgen, sonst wäre z.B. Bremen das Erz oder Scarborough das Getreide ausgegangen – beides wird dort zur Produktion von Eisenwaren / Bier gebraucht. Diese Umstellung ging weitestgehend ohne Probleme vonstatten, nur den Verkauf von EW habe ich für einige Wochen eingestellt. Schließlich dauert es ein wenig, bis die nun viel größer gewordenen Liefer- und Lagermengen eingearbeitet sind.
Außerdem wurde die Baustoffindustrie wieder ein wenig erweitert, und in den ersten Städten wunden (vorerst noch relativ kleine) türkische Teile gebaut.
Im dritten und vierten Quartal 1302 wurde der Mauerbau weiterhin stark forciert und in den Ziegel produzierenden Städten die Baumaterialproduktion weiterhin ausgebaut – und zwar türkisch, wenn irgend wie schon möglich. Das hat natürlich relativ viele Ressourcen verschlungen. Wichtig ist aber nicht das kurzfristige Ergebnis, sondern das langfristige Ziel.

Somit wurden bis zum Jahreswechsel 1302/03 in allen Städten und Niederlassungen die erste Mauererweiterung abgeschlossen, sowie in 10 Städten auch die zweite Erweiterung. Dadurch werden natürlich viele Ziegel frei für andere Bautätigkeiten, die aber gleich wieder verprasst werden, um die Baustoffindustrie weiter voran zu bringen. Die anderen Waren sollen nur das absolut notwendige abdecken, was frei bleibt geht in Ziegel, Holz und Eisenwaren. Dank des Anfang 1301 entdeckten Hanf-Bugs komme ich mit relativ wenig Hanfhöfen über die Runden.

Bautechnik:
Bedenkt bei allem was ihr jetzt lesen werdet, dass mindestens 80% aller vorhandenen Gebäude im Endsave nicht mehr dort bzw. in dieser Zusammensetzung stehen werden.

In Brügge ist ein kleiner Stadtabschnitt schon völlig „abgedichtet“ und wird (mehr oder weniger) lückenlos ausgebaut. Auch der schmale Mittelstreifen in Groningen, der Südosten von Scarborough und der Nordwesten von Ripen werden nach und nach türkisch bebaut.

In Visby war es ein hartes Stück Arbeit, um die Kirche herum zu bauen; es hat zwar im Endeffekt nichts genützt, aber es war beruhigend zu sehen, dass Ugh! das in seinem Contestspiel von 2006 auch nicht besser hingekriegt hat. Es scheint also keine wirklich bessere Lösung zu geben.

In Oslo sieht man bereits die ersten größeren türkischen Flächen – die schmalen Gassen, die ihr seht, können einfach nicht sinnvoller genutzt werden und im Endsave werdet ihr sie nahezu unverändert wieder finden.

Malmö ist ein Sonderfall; es hat relativ viel Mühe gemacht, das NW-Viertel abzudichten. Ich wusste einfach nicht, das auf dem scheinbar nicht zu bebauenden Fleck oberhalb der Kirche später das Konkurrenzkontor hinkommen wird. Die Gebäude werden dort fast unverändert stehen bleiben (natürlich werden die Ziegeleien „richtigen“ Betrieben Platz machen, aber das versteht sich doch sicher von selbst). Beachtet das erste Stadttor; dort habe ich mir bereits eine spontane Querstraße eingefangen. Irgendwie kann ich die Folgen im linken Abschnitt noch begrenzen, aber im rechten will mir einfach kein einziges grünes Feld erscheinen….. Der Fehler passierte schon während des Jahres 1301, ich habe es nur nicht gemerkt.

Last not least Rostock; hier wurde im Nordosten ein Teil innerhalb der 2. Stadtmauer abgedichtet und fast ganz ausgebaut. Dito der Nordosten, wo es das erste, größere türkische Viertel gibt, das keine Zwischengassen aufweist. Natürlich fast alles Ziegeleien. :)

Zwischenstand: 01.01.1303

EW: 146.000
UW: 70,2 Mio. GS, davon über 10 Mio. in bar
Schiffe: 939
Betriebe: 930 – davon ca. 41% Ziegeleien und 26% Sägewerke


Und hier das Save vom 01.01.1303

Nachtrag zum Excel:
Im Blatt EW sind jene Felder hellblau hinterlegt, wo eine Belagerung erfolgreich war; dunkelblau signalisiert eine abgewehrte Belagerung und grün eine Pest bzw. rot ein Feuer (was die Götter verhüten mögen).

Edit: in Malmö links und rechts verwechselt

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Gesil

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Freitag, 22. Juni 2007, 21:49

1303 - Ende des Mauerbaus

Zum Jahreswechsel laufen allle Autoroutenwie am Schnürchen und die Konvois sind (noch) groß genug. Insgesamt 13 voll ausgebaute Werften produzieren mit Hochdruck 35-Last-Kraier, eine weitere Werft und 2 Reparaturdocks sind mitten im Aufbau bzw. fast fertig ausgebaut.

Die Piraten waren im Vorjahr eine herbe Enttäuschung; gerade mal 2 sind aus dem Nest Windau herausgesegelt. Belagerungen gab es 6, die Hälfte davon waren Niederlagen. Aber dafür trauen sich im laufenden Jahr ein paar Koggen aus Windau.

Bautechnisch befinde ich mich zu dieser Zeit in den meisten Städten in einer Phase, in der die Gebiete künftiger türkischer Bebauung abgedichtet werden müssen. Das ist sehr materialintensiv und bringt nur relativ wenig produzierende Betriebe hervor.

Wie in jedem meiner bisherigen Spiele gibt es auch hier ein paar Städte, die unter absolut identischen Bedingungen unzufriedene Bevölkerungen haben, während andere Städte zufrieden bis glücklich sind. Da mit den Grundversorgungsgütern Getreide, Fisch, Holz und Salz ohnehin kaum etwas verdient werden kann, gehe ich in solchen Städten mit dem Preis einfach entsprechend runter. Unnötigen Firlefanz wie Feste, Kirchenschmuck und –ausbau oder Straßenbau will ich mir zu dieser Zeit nicht antun. Aber nach und nach stelle ich eroberte Piratenkoggen als Auslieger, bevorzugt in die unzufriedenen Städte. Das hat sofort positive Auswirkung.

Verkäufe an den LF finden nur statt, wenn seine Laune bedrohlich wird. Als Müllschlucker kann ich ihn erst deutlich später gebrauchen. Aus dem MM wurden bisher Keramik um 4, Wein um 5 und Tuch um 8 Millionen Gold importiert. Exporte gibt es noch keine.

Im ersten Halbjahr habe ich gerade noch rechtzeitig einen Salzengpass sowie Erzmangel abwenden können. Der LF hat mir da ein wenig reingepfuscht, weil er Mitte Mai meinte, gleich 3 Städte gleichzeitig belagern zu müssen. In Oslo wurden zwar die Schmelzen und in Riga die Sieden fertig, konnten aber nicht mit neuen Arbeitern besetzt werden. Zum Glück ist es sich aber noch haarscharf ausgegangen.

Die sonstige Versorgung ist absolut zufrieden stellend. Außer Felle, Fleisch und Leder ist alles reichlich da; Wein, Tuch und Keramik wird weiterhin zum Großteil importiert.

Alle entstehenden Gewinne werden sofort wieder in Gebäude investiert. Der auf den ersten Blick gegenüber Jahresbeginn gesunkene Bargeldbestand resultiert darin, dass am 01. Juli die Abrechnung fällig war, und ich kurz davor auch noch Expeditionen zur Vertragserfüllung abgeschickt habe.

Die Nestpiraten haben sich im 2. Quartal wieder ein wenig auf See umgesehen und mir 4 Koggen vermacht. Sie haben alle bereits die maximal mögliche Ladegröße erreicht.

Von den Werften sind nur noch Reval (31er Kraier), Thorn und Stockholm (34er Kraier) nicht in der Lage die maximale Schiffsgröße zu produzieren. Auch die Docks von Edinburgh, Groningen und Scarborough sind bereits aufgemöbelt worden und bringen mir die großen Schiffstypen bei Pfändungen.

Der Mauerbau wurde in fast allen Städten beendet, In Edinburgh fehlt noch ein einziges Mauerteilstück, Stockholm zögere ich absichtlich hinaus, da ich innerhalb der zweiten Stadtmauer ein großes Gebiet zur türkischen Bebauung abgedichtet habe. Überhaupt sind in fast allen Städten türkische Viertel im Entstehen oder zumindest abgedichtet.

Entgegen meinen Gepflogenheiten bei Contesti lasse ich mir hier wirklich viel Zeit. Es hat für mich keinen Sinn, wenn ich so rasch Betriebe und Häuser fertig stelle, dass diese dann monatelang nicht gefüllt werden können. Es drängt ja keiner…. Um die Zufriedenheit der Bevölkerung zu gewährleisten, habe ich in den letzten Monaten in jeder Stadt für 100% Brunnendeckung und mind. 80% Straßendeckung gesorgt. Das hat sofort deutliche Auswirkungen gezeigt. Und da ich nicht vorhabe, weitere Straßen entstehen zu lassen, war der Straßenbau wohl eine Einmalaktion.

Zwischenstand 01.07.1303

EW: 182,000
UW: 82 Mio. GS, davon über 6 Mio. in bar
Schiffe: 1215
Betriebe: 1306 – davon ca. 41% Ziegeleien und 21% Sägewerke


Den Sommer über habe ich mit einem drohenden Fischmangel gekämpft. Der Lagerbestand ist dabei bis knapp 100 Last gesunken, aber nicht darunter. Wegen der doch fast überall vorhandenen Bauwarteschlangen und anderer Betriebsbauten haben sich die Fischer auch nur relativ langsam gefüllt. Danach hat sich, nicht ganz unerwartet, eine Salzkrise eingestellt. Da halfen dann nur noch einige Armenspeisungen.

Im Oktober wurde der Mauerbau abgeschlossen, jetzt kann gebaut werden, bis der Architekt einen Herzanfall bekommt. :)

Im Winter kam dann die Getreideknappheit, verknüpft mit akutem Bargeldschwund. Zuerst wollte ich es noch nicht recht glauben, aber Mitte Oktober sah ich mich gezwungen, wieder Arbitrage zu machen, um die doch enormen Expansionskosten abdecken zu können. Auch die Bautätigkeit musste gedrosselt werden. Aber weil ich im Spätsommer und Herbst noch massiv in die Eisenindustrie investiert habe, sollte sich dieser Bargeldmangel dann doch in absehbarer Zeit wieder verflüchtigen.

Zum Jahreswechsel hatte ich jedenfalls eine hanseweite Eisenwaren-Deckung von 75%, was ja doch sehr viel Geld abwirft. Dazu kommt, dass ich zu Winterbeginn (vorerst noch zaghaft) mit der Fellproduktion begonnen habe, was noch mehr Kohle bringt. Und so wird das Jahr 1304 wohl ganz im Zeichen der Eisenwaren- und Fellproduktion stehen. Ich hoffe, dass ich allmählich auch die Fleisch-/Lederproduktion ausbauen kann; danach sollten auch die Baukosten für die türkische Expansion finanzierbar sein.

Bautechnik:
In vielen Städten entstehen erste türkische Viertel, z. B. Brügge, Danzig oder Novgorod – in den verschiedensten Fortschrittsstadien.

In Lübeck könnt ihr sehen, dass es auch möglich ist, ein größeres Gebiet zu bebauen, ohne dass die Straßen vollständig abgedichtet sind. Die Baufläche muss nur weit genug von der Straße entfernt sein, dann klappt es.

Zwischenstand zum 01.01.1304:
EW: 250.000
UW: 104 Mio. GS, davon kaum 2 Mio. in bar
Schiffe: 1508
Betriebe: 1911


Und hier das Save vom 01.01.1304

Gesil

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Montag, 25. Juni 2007, 19:29

1304 - auf dem Weg zur Vollversorgung

Die Bargeldknappheit, die mich Ende Oktober 1303 gezwungen hat, die Arbitrageschiffe wieder anzuwerfen, konnte behoben werden. Die finanzielle Wende ist während des ersten Quartals 1304 eingetreten und hat sich im zweiten Quartal so gesteigert, dass ich wieder deutlich mehr Geld verdiene, als ich derzeit ausgeben kann. Bei Eisenwaren ist die Vollversorgung erreicht, bei Fellen kann ich 35% und bei Fleisch / Leder 45% der Nachfrage decken, und im zweiten Halbjahr werde ich intensiv in die Fleischindustrie investieren.

Die Piraten sind im 1. HJ ganz regelmäßig aus dem PN erschienen. Diese Koggen werden jetzt immer sofort in eine Stadt geschickt, um dort als Auslieger zu arbeiten. Das steigert die Zufriedenheit und wirft sogar ein wenig Gewinn ab (da ich nur 20 Matrosen an Bord nehme). So kostet z.B. der Auslieger in London pro Woche 392 GS, bringt aber 427 GS ein. Das fällt zwar finanziell überhaupt nicht mehr auf, aber die Einwohner fühlen sich damit sicherer – und wer weiß, ob ich nicht einmal ein PN ausheben will und dann Kampfschiffe mit guten Kapitänen brauche.

Knapp vor Ende des ersten Halbjahrs habe ich noch hanseweit für den Kirchenbau gespendet; zu diesem Zeitpunkt sind auch reichlich Eisenwaren vorhanden, was für mich Bedingung für den Kirchenbau war. Bautechnisch ist bisher alles OK, nur in Köln hat mir die KI unbemerkt ein kleines Gebiet geschändet – was sich aber ohne große Mühe wieder ausbügeln ließ (werde wohl in Zukunft besser aufpassen müssen).

Zwischenstand zum 01.07.1304:

EW: 315.000
UW: 140 Mio. GS, davon wieder 5 Mio. in bar
Schiffe: 1814
Betriebe: 2465
Häuser: 2158



Im Sommer wurde zuerst noch massiv in die Bierindustrie investiert, da mir der Biervorrat immer ganz knapp um die Null herumgeschwirrt ist. Gelegentlich ist auch ein Konvoi leer ausgegangen. Das hatte überhaupt keine spürbaren Auswirkungen auf die Zufriedenheit, aber nur, weil es wirklich haarscharf an einem Mangel vorbeigeschrammt ist.

Danach wurde plangemäß die Fell, Fleisch- und Lederindustrie ausgebaut. Hier wird wohl erst zur Jahresmitte 1305 Vollversorgung herrschen – was nicht zuletzt an der beachtlichen Bauzeit für Viehzuchten liegt. Das Spiel ist mittlerweile in eine Phase des Mittelspiels übergetreten, wo wirklich alle Waren reichlich hergestellt werden können. Aber wie eingangs erwähnt, werden nur dann Töpfer, Weber und Weingüter errichtet, wenn die KI dies übernehmen würde. In diese Produktionen investiere ich als allerletztes, weil ich diese Waren auch problemlos aus dem Mittelmeer bekomme (und sogar noch deutlich günstiger, als ich sie selbst erzeugen könnte).

Ab Oktober 1304 haben sich die Piraten wieder schmollend in ihr Nest zurückgezogen. Aber da die Kneipen von Schutzbedürftigen und Rachsüchtigen voll sind, kann ich auf andere Art Jagd auf Piraten machen. Alle Werften sind zum Jahresende hin komplett ausgebaut, und von den Reparaturdocks ist nur noch Malmö nicht ganz auf dem letzten Stand. Das heißt im Klartext, dass (Malmö noch ausgenommen) ausschließlich 25er Schniggen und 35er Kraier gepfändet werden, und die Piratenjagden 30er Kraier, 39er Koggen und 50er Holks bringen (da die Piratenschiffe alle ausgebaut sind). Damit kann man zufrieden sein.

Mein Konvoisystem ist so aufgebaut, dass nur einige wenige Städte mit einer Kombination aus Holks und Schniggen angefahren werden (Lübeck, Aalborg, Malmö, Visby, Stettin und Danzig). Alle anderen Städten werden mit reinen Kraierkonvois angesteuert. Das ist von der Fahrzeit her das effektivste, und verwendet auch die gepfändeten Schniggen. Nichtsdestotrotz werden in Stettin momentan nicht gebrauchte Schniggen gehortet, damit ich sie bei Bedarf an Konvois dranhängen kann. Sollten Schiffe übrig bleiben, habe ich später eine Konvoi zum Verkauf an die Landesfürsten meiner Niederlassungen bzw. zum Einsatz in Notfällen.

Im September habe ich zum ersten Mal die Heimatstadt gewechselt. Die Stadtmauern habe ich ganz normal, also ohne Umzug, fertig gestellt. Aber nachdem der LF in manchen Städten zu Besuch war, hat er nicht nur deren Stadtwache, sondern auch deren Verteidigungsanlagen dezimiert. Und die KI-Bürgermeister sind trotz randvoller Stadtkassen nicht bereit, in die Sicherheit ihrer Städte zu investieren. Das bedeutet für mich, dass Belagerungen meist 3-5 Wochen dauern, während der keine neuen Einwohner in die Städte kommen können. Die würde ich aber brauchen, weil es in vielen Städten nur Betriebe mir kurzer Bauzeit gibt, bzw. der Stadtgrundriss riesig ist. Daher das Umzugsspektakel (1304 wechsle ich 5 Mal meine Heimatstadt). Momentane Heimatstadt: Stettin (übrigens, ist schon jemandem aufgefallen, dass dies der einzige Stadtgrundriss ist, wo die Kirche und das Rathaus vertauscht sind? Oder gibt es noch ein weiteres Stadtbild, wo das Rathaus umzäunt ist, die Kirche aber frei herum steht?)

In den neuen Heimatstädten angekommen, errichte ich sofort alle Pechnasen und Tor- sowie Hafenbombarden, stocke bei Bedarf auch die Miliz auf, warte bis knapp vor die nächste BM-Wahl einer unbefestigten Stadt, leere die Stadtkasse bis auf eine halbe Million GS und übersiedle in die nächste Stadt. Auf diese Weise wurden Hamburg, Visby, Stockholm, Riga und Stettin bis zum Jahreswechsel zu (hoffentlich) uneinnehmbaren Festungen ausgebaut.

Im letzten Quartal musste schließlich auch wieder in die Ziegelindustrie investiert werden, da das Bargeldproblem ja behoben wurde, und der davor angehäufte Ziegelberg rasch dahin schwand. Die Ziegeleien wurden von etwas über 600 auf über 800 gesteigert. Eventuell werde ich sogar bis 1000 aufstocken, das entscheidet sich 1305.

Im Oktober habe ich dann die Arbitrageschiffe wieder abgestellt. Sie würden mir zu diesem Zeitpunkt zwar 1 Mio. GS pro Woche bringen, aber auch ohne AS wächst mein Barbestand. Und ich bin kein großer Freund dieses Hilfsmittels, weil mir damit das Versorgungssystem nicht so kalkulierbar bleibt. Immer wieder kann sich ein KI-Händler in der Heimatstadt an den billigen Waren bedienen und sie dann in den anderen Städten verkaufen. Und wenn ich dann die Autorouten nachjustieren will, hab ich keine Ahnung, ob die übrig gebliebenen Waren tatsächlicher Überhang waren, oder nur wegen KI-Handel nicht verkauft werden konnten. Wenn ich auch ohne AS durchkomme, ist mir das viel lieber. Aber zur Sicherheit belasse ich diese Konvois noch an Ort und Stelle, falls ich sie nochmals benötigen sollte.

Und da die Versorgung mit Eisenwaren weit mehr als ausreichend ist, sorge ich knapp vor Weihnachten 1304 noch für den zweiten Kirchenausbau in der Hanse. Langsam aber sicher kommt das Spiel in die Phase, wo bei den meisten Waren Überschüsse produziert werden. Es wird mir nicht mehr lange erspart bleiben, diese an den LF zu verkaufen bzw. ins Mittelmeer zu exportieren. Der erste Exportkonvoi hat auch schon im August 5000 Fass Honig nach Algier gebracht. Da der Honigvorrat auch im Winter 04/05nicht schrumpfen wird, werden ab Frühjahr 05 hier regelmäßig Exporte stattfinden.

Zwischenstand zum 01.01.1305:

EW: 408.000
UW: 199 Mio. GS, davon 26 Mio. in bar
Schiffe: 2123
Betriebe: 3323
Häuser: 2768


Und hier das Save vom 01.01.1305

Versorgung:
Die Fischversorgung hinkt momentan ein wenig hinten nach (86%), aber es sind noch genug Salzheringe im Zentrallager (>12.000 Last). Bei Fleisch bzw. Leder komme ich inzwischen auf knapp 80%, bei Fellen immerhin auf 64. Die Importwaren sind natürlich noch völlig unzureichend (Keramik 19%, Tuch 13% und Wein 9%). Aber das ist von Anfang an einkalkuliert worden und ermöglichte mir, bei den anderen Waren relativ rasch zur Vollversorgung zu kommen und trotzdem 25% aller Betriebe für die Ziegelherstellung zu verwenden.

Bautechnik:
Die Städte haben derzeit zwischen 8500 und 21000 Einwohnern. Jede Stadt hat ihre türkischen Bauabschnitte, und sie wachsen beständig an. Allerdings sind mir ein paar Baufehler passiert. Das liegt sicher an der mangelnden Routine, denn auf diese Weise habe ich noch kein Spiel von Anfang an durchgezogen. Das Abdichten der Bauflächen ist zwar manchmal schwierig, aber immer lösbar. Die Baufehler habe ich erst danach begangen, weil die Ecken nicht sauber ausgearbeitet worden sind. Das ist schwer zu erklären, denn der Baufehler wird an völlig anderer Stelle gemacht, als dann der Straßenteil entsteht (z.B. in Thorn). Aber ich habe jeden dieser Fehler in den Griff bekommen und dabei nur wenige Baufelder verschenkt. Die verschenkte Fläche ist dabei höchstens so groß wie ein einzelnes Haus. Das erscheint lächerlich, unentdeckt kann das bei türkischer Bauweise später aber fatale Auswirkungen haben.

Gesil

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Dienstag, 26. Juni 2007, 19:19

1305 - mitten im Mittelspiel

Durch ein PC-Problem war ich per 19.01.05 gezwungen, wieder zum 18.12.04 zurückzukehren. Aber nachdem ich bei mehreren herausfordernden Baumaßnahmen bereits wusste, wie das zu machen war, konnte sogar ein (spiel-)zeitlicher Gewinn dabei herausschauen. In der Realzeit hingegen musste ich 4 Wochen ohne PC auskommen.

Während des ersten Halbjahres 1305 ist auch bei Fleisch/Leder und Fellen eine Vollversorgung erreicht worden. Die Wolleerzeugung wurde stark ausgedehnt, damit bei der geplanten Tuchproduktion nirgendwo Rohstoffknappheit eintreten kann. Aber Tuch und Wein wird erst im zweiten HJ in nennenswerter Menge erzeugt werden. Die Zahl der Ziegeleien wurde auf knapp unter 1000 gesteigert.

Piraten gab es im 1, HJ nur einen, und da ich mehrere Umzüge gemacht und in der jeweiligen Heimatstadt die Stadttore befestigt sowie die Milizen aufgestockt habe, holte sich der LF fast immer eine blutige Nase. Die Umzugskosten und die Entnahmen aus der Stadtkasse halten sich dabei in etwa die Waage.

Zwischenstand zum 01.07.1305:

EW: 511.000
UW: 265 Mio. GS, davon 47 Mio. in bar
Schiffe: 2427
Betriebe: 4225
Häuser: 3097


Piraten gab es im 2. Halbjahr wieder ganz regelmäßig, beginnend Anfang Oktober. Spoiler: und das wird auch bis zum Spielende anhalten!

Aus Langeweile entschließe ich mich, zwischen Stettin und Thorn einen Landweg zu errichten. Baumaterial ist genug da, und die Städte sehen dann dank der Ställe ein wenig kompakter aus. Verwendet wird er aber nie werden.

Da in einigen Städten der Bauplatz nicht mehr allzu üppig vorhanden ist, habe ich mir eine relativ genaue Berechnung gemacht, welche Betriebe ich zum Schluss in welcher Stadt haben möchte; so kann ich jetzt schon optimierend eingreifen. Wenn meine Berechnungen stimmen, wird die Gesamteinwohnerzahl letztendlich mit ca. 1,485 Mio. nur relativ knapp unter der 1,5-Mio. Grenze liegen. In einem von Anfang an perfekten Spiel (keine KI-Bauten) könnte diese Marke also erreicht bzw. überboten werden.

Bei dieser Berechnung ist allerdings noch nicht berücksichtigt, ob die Arbeiter auch genügend Wohnraum finden werden. Darum habe ich eher ein bisschen konservativ berechnet, um danach nicht enttäuscht zu sein. Sicher werde ich in einigen Städten Betriebe abreißen und stattdessen Häuser errichten lassen müssen.

Doch soweit ist es noch lange nicht, hier der Zwischenstand zum 01.01.1306:

EW: 633.000
UW: 377 Mio. GS, davon 99 Mio. in bar
Schiffe: 2735
Betriebe: 5204
Häuser: 3487


Kleinste / größte Stadt: 16.000 bzw. 33.000 Ew.

Und hier der Spielstand vom 01.01.1306

Versorgung:
Im 2. HJ kam erwartungsgemäß die Keramik-, Wein- und Tuchproduktion in Schwung. Aber bis zum Jahreswechsel 1305/06 stieg der Versorgungsgrad bloß bis 38% (Keramik), 22% (Tuch) bzw. 19% (Wein). Es wird also noch eine Weile dauern, bis ich die Importe einstellen kann. Zum Jahreswechsel gibt es immerhin noch 5% Reiche und 10% Wohlhabende, die diese Waren verlangen.

Hingegen nehmen auch die Exporte allmählich zu. Alle MM-Waren wurden bereits exportiert (hauptsächlich Honig). Hierbei bin ich aber ziemlich vorsichtig, ich will auf gar keinen Fall irgendwo einen Engpass riskieren. Lieber zu lange auf Halde liegen lassen als Probleme riskieren. Pech hab ich ohnehin nur so viel in Produktion, dass es für einen relativ kleinen Überschuss reicht. Der wird sich in der Schlussphase, wo die Pechkocher gegen „richtige“ Betriebe getauscht werden, abbauen. Bis Ultimo wurden (gesamte Spielzeit!) 22 Mio. GS im Export umgesetzt, während Waren um 123 Mio. importiert wurden.

Bautechnik:
In den kleineren Städten wird das Bauland allmählich knapp (Novgorod, Groningen). In anderen Städten ist noch sehr wenig bebaut (Pernau, Edinburgh). Aber fast überall gibt es mindestens ein fertig bebautes Stadtviertel bzw. große zusammenhängende Flächen.

Etwas übermütig geworden will ich in den verbleibenden Baugebieten kein Bauland beim Abdichten verschwenden, und so lasse ich ganz gemütlich die neuen Einwohner zuziehen in der Hoffnung, dass danach ein Brunnen benötigt wird, der an einer vorteilhaften Stelle entsteht und mir eine Abdichtung ohne Erzeugung einer Gasse erlaubt. Diese Rechnung geht in vielen Städten auf, aber leider nicht in allen.

Gesil

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Mittwoch, 27. Juni 2007, 22:19

1306 – der Zuwachs wird gedrosselt

Im Moment ist eigentlich nichts sonderlich Spannendes mehr los; der monatliche Pirat wird abgefangen, ab und zu nehme ich noch einen Kneipenauftrag an (das wurde deutlich reduziert), gelegentlich erfolgt die Nachjustierung der Konvois. Sonst gibt’s noch die wöchentliche Darlehensvergabe mit Pfändung, der eine oder andere Import – davon abgesehen nur noch Bauen. Bauen. Bauen und Bauen. Der Stress ist längst aus dem Spiel gewichen.

Einige ziemlich unbedeutende Baufehler schleichen sich leider immer noch ein, aber das wird das Endergebnis nur unwesentlich schmälern. Zum Jahresende 1305 hin habe ich schon die Entscheidung getroffen, das Wachstumstempo in manchen Städten drastisch zu reduzieren. Ansonsten erreichen die Produktionsüberschüsse bald eine Höhe, bei der ich auf Verkäufe an den LF bzw. exzessive Exportwirtschaft angewiesen bin. In Hamburg zum Beispiel habe ich im 2. Quartal 1306 gar keinen Betrieb mehr errichten lassen; schließlich habe ich bei allen Waren, die ich dort produzieren lassen will, Überschüsse. Auch Oslo, Novgorod, Reval oder Ladoga sind für längere Zeit „brach gelegen“.

Zwischenstand zum 01.07.1306:

EW: 751.000
UW: 494 Mio. GS, davon 122 Mio. in bar
Schiffe: 3047
Betriebe: 6152
Häuser: 4053


Auch im 2. HJ 1306 gibt es gelegentlich kleinere Baufehler, die mich zwar maßlos ärgern, aber kaum Auswirkungen haben. Und im September ist es dann soweit: in der ersten Stadt (Novgorod) wird der letzte verfügbare Bauplatz verbraucht. Es wird noch einige Zeit dauern, bis alle Gebäude fertig sind, und es müssen auch noch die Ziegeleien und Pechkocher durch „richtige“ Betriebe ersetzt werden, sowie die genaue Zahl an notwendigen Häusern ermittelt werden (es könnten noch ein paar Betriebe mehr Platz finden).

Auch in anderen Städten wird das Bauland knapp, während manche noch eher jungfräulich aussehen. Wobei diese letzteren Städte auch schon über 25.000 Einwohner haben. Letztendlich wird wohl Edinburgh die Stadt sein, die als letztes fertig wird. Ich habe keine Lust, dort sinnlose Sägewerke zu bauen, wenn es auch Werkstätten und Webereien sein können. Der Zeitfaktor ist mir ja ziemlich schnurz, wie ich schon eingangs erwähnt habe.

Anfang September wäre fast ein Feuer in Bergen ausgebrochen. Ich habe das zufällig gemerkt, als ich Verträge im MM mittels Schnellvorlauf kontrolliert habe. Das Ereignis war zu 100% reproduzierbar, ich musste aber bloß 3 Tage zurück gehen, um zu verhindern, dass ein Drittel von Bergen den Flammen zum Opfer fällt (das Feuer hätte mehr als 1 Monat lang gewütet und den gesamten Süden sowie einen Teil des Streifens darüber vernichtet).

Aus Langeweile nehme ich auch den zweiten Auftrag zum Bau eines Landweges an; diesmal zwischen Pernau und Reval. Und knapp vor Jahresende den dritten, diesmal zwischen Köln und Bremen. Ich brauche das zwar überhaupt nicht, aber immerhin werden diese Städte dann optisch kompakter, da dort auch eine Scheune gebaut wird.

Gegen Jahresende werfe ich dann einen der Startvorsätze über Bord; ursprünglich wollte ich ja auch im Mittelspiel langsamer wachsen, und sozusagen auf die Schlusslichter meiner Städte (Köln, Stockholm, Edinburgh,…) warten. Aber ich will nicht dauernd aufpassen müssen wie ein Haftelmacher, dass mir die KI keine Giebel- oder Kaufmannshäuser wo hin setzt. Darum baue ich bis zum Jahreswechsel 1306/07 auch noch Bremen aus (Rostock, Reval und Groningen folgen unmittelbar nach Jahreswechsel).

Damit handle ich mir natürlich unnötig früh so viele Überschüsse bei den Waren ein, dass ich gezwungen bin, an den LF zu verkaufen. Anfang Dezember 1306 gibt es den ersten großen LF-Verkauf; ca. 85.000 Holz und ca. 18.000 Wolle werden aus dem Spiel genommen. Die Lagerkosten sinken dadurch um fast eine dreiviertel Million GS pro Woche.

Zwischenstand zum 01.01.1307:

EW: 881.000
UW: 629 Mio. GS, davon 176 Mio. in bar
Schiffe: 3317
Betriebe: 7317
Häuser: 4402


Bedarfsdeckung:
97% Keramik
87% Tuch
43% Wein

Summe der bisherigen Importe: 169 Mio
Summe der bisherigen Exporte: 62 Mio

Und hier das Save vom 01.01.1307

Versorgung:
Nachdem jetzt immer mehr Werkstätten fertig werden, muss ich allmählich auch die Erzindustrie ankurbeln. Bisher war ich froh, die vorhandenen Vorräte aufzehren zu können, aber bevor ein Engpass entsteht muss etwas übernommen werden. Abgesehen davon könnte ich mit so einem Lagerbestand an allen waren sehr gern bis zum Ende durchspielen. Leider spielt es das nicht, ich produziere jetzt schon bei Fellen, Fleisch und Leder fast doppelt so viel, wie tatsächlich verbraucht wird.

Bautechnik:
In Ladoga ist mir ein völlig lückenloser Stadtteil geglückt, der fast ausnahmslos aus Betrieben besteht. In Stockholm wurden die beiden unbebaubaren Stellen umbaut, was wohl eine der großen Herausforderungen im Spiel darstellt. Malmö gefällt mir (vom schon erwähnten Baufehler abgesehen) eigentlich am besten von allen Städten.

In Visby bin ich knapp davor, einen saublöden Baufehler zu begehen; der Grundstein ist gelegt, verhunzt wird es aber erst ein paar Wochen später. Sehnsüchtig warte ich in Scarborough darauf, dass die leider sehr spät gesetzten Häuser gebaut werden, damit ich die in der Mitte des Baulandes durch Betriebe ersetzen kann; ein Beweis für die mangelnde Planung bei dieser Stadt.

Gesil

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9

Freitag, 29. Juni 2007, 20:29

1307 – das „Millenium“

In der zweiten Januarwoche ging es gleich einmal um eine gute Woche zurück (in der ich Reval fertig ausgebaut hatte), da mir die KI in Oslo wieder mal ein KMH an eine äußerst ungünstige Stelle gesetzt hatte – es gingen ziemlich viele Baufelder verloren. Na ja, jetzt wo ohnehin nicht mehr viel zu tun ist, ist das kaum ein Problem. Aber Oslo ärgert mich schon seit Jahren, ich muss dort immer wieder GHs und KMHs bauen (oder die KI macht das), sodass ich Anfang 1307 in dieser Stadt mit Abstand die meisten Häuser für Reiche und Wohlhabende habe. Und damit ich mich nicht andauernd mit Oslo ärgern muss, wird diese Stadt im März 1307 von mir fertig gesetzt.

Im ersten HJ 07 gibt es bei mir keinen Bargeldzuwachs mehr; das liegt vor allem daran, dass ich keine Exporte unternehme und auch nicht an den LF verkaufe. Wenn ich das mache, muss es sich schon rentieren. Aber nachdem die Lagerbestände (noch!) nicht bedenklich hoch sind, unterlasse ich es.

Am 15.05.1307 wird der Millionste Hanseat geboren. Gut zwei Drittel der Endbevölkerung sind jetzt also schon da. Hochrechnungen ergeben, dass ich letztendlich fast an die 1,5 Millionen EW herankommen werde. Von Anfang an perfekt geplant (und KI-Gebäude rigoros eingestampft) wäre diese Marke also durchaus zu knacken. Doch bis dahin werden noch Jahre vergeben, hier vorerst der

Zwischenstand zum 01.07.1307:

EW: 1,043.000
UW: 781 Mio. GS, davon 173 Mio. in bar
Schiffe: 3616
Betriebe: 8842
Häuser: 4816


Bedarfsdeckung:
118% Keramik
117% Tuch
53% Wein


Obwohl der Weinbedarf nur zu 53% aus Eigenproduktion gedeckt werden kann, verringern sich dank der hanseinternen Weinimporte die Lagerbestände nicht. Damit sind alle produzierbaren Waren absolut bedarfsdeckend vorhanden.

Da in den meisten Städten nur mehr relativ wenig Bauland vorhanden ist (Edinburgh, Köln, Stavanger, Pernau und Stockholm ausgenommen), beginne ich langsam mit dem Rückbau von Ziegeleien und Sägewerken. Aber sehr vorsichtig; nichts könnte schlimmer sein, als zum Schluss noch Ziegeleien setzen zu müssen, damit genug Baumaterial da ist, um die letzten Ziegeleien ersetzen zu können……. Damit einher geht fast überall ein Rückgang an Häuser für Reiche und Wohlhabende – das erklärt wohl mit, warum ich mit nur 53% Bedarfsdeckung bei Wein durchkomme.

Nachdem immer mehr Städte „vorläufig“ ausgebaut werden (Nachjustierungen werden also nötig sein), verringert sich der Bedarf an Baumaterialien zusehends. Bis zum Jahreswechsel schrumpfen die Ziegeleien um mehr als ein Drittel auf 674. Insgesamt sind zu diesem Zeitpunkt in 11 Städten alle Bauplätze besetzt; aber nur in Reval ist die endgültige Einwohnerzahl schon vorhanden. Die nächste Jahreswertung sieht also so aus:

Zwischenstand zum 01.01.1308:

EW: 1,198.000
(damit ist das ein vorläufig neuer EW-Rekord auf der Standardkarte)
UW: 1.013 Mio. GS, davon 298 Mio. in bar (Exporte werden immer notwendiger)
Schiffe: 3884
Betriebe: 9850
Häuser: 5179


Bedarfsdeckung:
74% Wein

Und hier das Save vom 01.01.1308

Versorgung:
Im September sah ich mich gezwungen, 60.000 Fleisch und 70.000 Getreide an den LF zu verkaufen; die Lagerkosten sind sehr hoch und die Warenberge wachsen ständig an. Mit 121
Mio. GS machen die Exporte schon zwei Drittel der bisher getätigten Importe aus. 100.000 Fass Honig wurden bereits ins MM geschifft, bei EW sind es 70.000, bei Fellen immerhin 57.000 gewesen. Zum Jahresende gibt es 74% Selbstproduktion bei Wein – der Vorrat wächst langsam aber sicher an.

Bautechnik:
11 Städte sind fertig gesetzt, aber nur in Reval ist die Zahl der Betriebe bereits optimiert. In zahlreichen Städten warte ich noch auf die letztendlich meist doch nicht erscheinenden Brunnen an bestimmten Stellen. Aber manchmal lohnt sich das Warten (z.B. in Danzig). Wenn eine Stadt fertig gesetzt ist, lasse ich gleich auch die Straßen auf 100% ausbauen. Auf 90% habe ich sie schon viel früher ausgebaut.

In Scarborough war ich gezwungen, auf jungfräulichem Gebiet einen Block von 33 Häusern zu setzen, weil dieser Grundriss einfach zu perfekt ist; es gibt kaum Nischen, die mit Häusern aufgefüllt werden müssen. Und so verleitete die Stadt dazu, viel zu viele Betriebe zu setzen. Im Gegensatz zu Edinburgh / Pernau, wo es umgekehrt ist (ich kann diesen Grundriss nicht leiden).

Gesil

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10

Mittwoch, 4. Juli 2007, 19:31

1308 – Ära des Vollausbaus

Das Jahr 1308 beginnt relativ ereignislos; einige Städte werden fertig gesetzt, ein bisserl was exportiert oder an den LF verkauft, der 24tägige Pirat geschnappt, (die aktive Piratenjagd wurde längst eingestellt) u.s.w. Anfang April bemerke ich leider, dass mir die KI vor 10 Tagen ein Giebelhaus in das leider noch nicht ganz ausgebaute Ripen gesetzt hat; es heißt wieder zum Ende März zurückzugehen und alles nochmals zu spielen. Aber es waren nur 2 größere Baudurchgänge zu wiederholen.

Bei einer meiner Routine-Vorspulaktionen bemerke ich zufällig, dass in Ripen der Häuserbug zuschlagen wird. Bis das 235. – und damit „tödliche“ Fachwerkhaus fertig gestellt wird, verbleibt mir vom aktuellen Spielstand aus nur ein einziger Tag. Aber es reicht um die Fertigstellung dieses magischen Hauses zu verhindern. Ohne das würde auf einen Schlag die Zahl der FWH zwar weiter exakt angezeigt werden, aber deren Bewohnerzahl auf 0 zurückgesetzt.

Wer so etwas noch nicht gesehen hat, kann es sich in folgendem Save Ripen - Häuserbug ansehen. Geht nach Ripen und wartet 1-2 Tage….. ihr werdet staunen!

Zur Jahresmitte sieht es dann so aus:

Zwischenstand zum 01.07.1308:

EW: 1,320.000
UW: 1.286 Mio. GS, davon 458 Mio. in bar
Schiffe: 4147
Betriebe: 10.817


Bedarfsdeckung:
100% Wein – was nicht unwesentlich auf die Verringerung der Zahl der Reichen zurückzuführen ist.
230% Honig
160% Eisenwaren
340% Felle


In der zweiten Jahreshälfte stelle ich noch Anfang Juli die Schiffsneubauten ein; ich finde dass meine Flotte groß genug ist, um auch noch die letzten 150.000 Einwohner versorgen zu können. Es bleiben sogar noch reichliche Kapazitäten übrig, die natürlich für den Export eingesetzt werden. Lagerbestände von 300.000 Fass Eisenwaren, 150.000 Honig oder 100.000 Felle – Tendenz: stark steigend – müssen abgebaut werden. Bier wird nicht exportiert. Die Erlöse sind zu gering, und der Landesfürst kauft ja ebenfalls Bier – wenngleich zu einem sehr tiefen Preis. Aber Hauptsache „hauwech die Sch*****“

Weil ich im westlichen Mittelmeer nur 2 Städte habe, wo man EW verkaufen kann, muss ich auch noch 3 weitere Städte aus dem östlichen Mittelmeer in die Exportziele aufnehmen. Die Reisezeit ist mit 36-38 Tagen zwar relativ lang, aber dafür kommen die Eisenwaren zu einem passablen Preis weg.

Im September entschließe ich mich, die Darlehensvergabe einzustellen. Ich habe sowohl genug Waren als auch Schiffe. Freilich werden die letzten Pfändungen erst im Frühjahr 1309 eintreffen …….

Zwischenstand zum 01.01.1309:

EW: 1,430.000
UW: 1.560 Mio. GS, davon 642 Mio. in bar
Schiffe: 4294
Betriebe: 11.373


Und hier das Save vom 01.01.1307

Bautechnik:
Zum Jahreswechsel 1308/09 wurden die Ziegeleien bereits auf schlappe 170 reduziert (vormals 1000). In Edinburgh und Pernau sind noch größere Flächen zu bebauen, in Stockholm die letzte Betriebsreihe und in zahlreichen anderen Städten muss ich noch den letzten Schliff in der Stadtplanung vornehmen. So habe ich zum Beispiel in Scarborough viel zu viele Betriebe gesetzt, sodass die Arbeiter nicht genug Wohnmöglichkeiten finden werden. Die genauen Verhältnisse muss ich aber erst berechnen; noch sind einfach zu viele Korrekturen notwendig. Aber immerhin: bei 9 Städten gibt es nur noch kosmetische Eingriffe (z.B. wenn zu viele FWH, aber keine Betriebe mehr möglich, werden KMHs gebaut).

Gesil

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11

Freitag, 6. Juli 2007, 19:18

1309 – wo Milch und Honig fließen

Im ersten Halbjahr 1309 wird auch noch das letzte Grün zugepflastert. In manchen Städten muss der eine oder andere Betrieb nun doch noch Häusern weichen. Ich habe leider nicht bedacht, dass die Rückstufung von Reichen bzw. Wohlhabenden zu Armen nur langsam vor sich geht (offenbar wohnen sie in der Zwischenzeit unter der Brücke….). Und so kommt es, dass die Gesamteinwohnerzahl oft gleich bleibt, der Anteil der Armen aber steigt, und dafür zu wenig FWH da sind. Der soziale Abstieg geht aber dennoch weiter, und die Betriebe verlieren dann an Arbeitern, ergo die Stadt an Einwohnern.

Ein zunächst noch rätselhaftes Phänomen war, dass in manchen Städten monatlich 12 bzw. 24 Einwohner abwanderten. Ich hatte lange keine brauchbare Erklärung dafür, an den Wohnmöglichkeiten schien es aber nicht zu liegen, das hatte ich überprüft. Schließlich kam ich dahinter: Die Arbeiter der Werft werden abgebaut – es wird ja bereits seit langem kein neues Schiff mehr in Auftrag gegeben. Denn im ZL Rostock und in Brügge (dort werden die Exportschiffe repariert) fand dieses Phänomen nicht statt. Probe: mehrere Reparaturen in einer Stadt --> die Einwohnerzahl steigt wieder um 12 pro Monat. Dieses Phänomen wäre also geklärt.

Zwischenstand zum 01.07.1309:

EW: 1,499.000
UW: 1.933 Mio. GS, davon 100 Mio. in bar und 900 Mio. in der Stadtkasse
Schiffe: 4412
Betriebe: 11.765 – davon nur noch 45 Ziegeleien



Im 2. HJ 1309 werden die letzen Ziegeleien und Pechkocher ersetzt. Bei Städten, wo kein Wohngebiet mehr durch Betriebe ersetzt werden kann, wird der Wohlstand gefördert. Die FWH, die nicht belegt sind, werden also durch KMH und Giebelhäuser ersetzt. Das bewirkt, dass die arg zusammengeschrumpften Gewinne wieder ein wenig ansteigen. Zuletzt hatte ich nur noch durch Exporte und Verkäufe an den LF verdient.

Zwischenstand zum 01.01.1310:

EW: 1,528.000
UW: 2,284 Mio. GS, davon 321 Mio. in bar und 900 Mio. in der Stadtkasse
Schiffe: 4421
Betriebe: 11.858


Ich konnte die 1,5 Mio. Marke also doch noch knacken. 8)
Und hier das Save vom 01.01.1310

Versorgung:
Inzwischen mussten Waren im Gegenwert von 1,08 Mrd. GS exportiert werden. 1 Mrd. davon machen Felle und Eisenwaren aus.
Auch der LF muss als Müllschlucker für meine Überproduktion herhalten. Bei Bier, Honig, Leder und Tran musste er bisher jeweils mindestens 300.000 Fass annehmen. Bei Fleisch, Getreide, Holz und Ziegel zwischen 100.000 und 460.000 Last.
Sowohl bei Exporten als auch Verkäufe an den LF gilt, dass dafür schon ein ziemlich guter Preis geboten werden muss! Leider füllen sich die meisten abverkauften Waren sehr rasch wieder an.